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Grünland: Trotz Wetterextremen hohe Erträge erzielt

Grünlandmanagement unter extremen Wetterbedingungen

Trockenheit und starke Regenfälle prägten in den vergangenen Jahren die Bedingungen auf dem erheblich. Doch es gibt wirksame Strategien und Maßnahmen, mit denen Landwirte ihre Erträge sichern und sogar steigern können. Katharina Weihrauch, eine erfahrene Grünland- und Futterberaterin von Bioland Hessen, teilt hierzu wertvolle Einblicke und Empfehlungen.

Optimale Nährstoffversorgung für Spitzenleistung

Der Schlüssel zur Realisierung hoher und qualitativer Erträge liegt in der Nährstoffversorgung der Grünlandflächen zu Beginn der Vegetationsperiode. Vielfach wird die Düngung allerdings zu spät vorgenommen, wenn die Vegetation bereits fortgeschritten ist, was zu Verlusten bei Trockenmasse und Protein führt.

Langfristige Nährstoffversorgung und Bodenpflege

Eine nachhaltige Nährstoffversorgung, insbesondere unter extremen Witterungsbedingungen, erfordert eine kontinuierliche Rückführung von Nährstoffen. Dies ist essenziell für die Resilienz des Grünlandbodens gegenüber Trockenphasen. Weiterhin ist die Separation von ein zielführender Ansatz, um Lagerkapazitäten zu optimieren und die Flüssigphase effektiv auch in trockenen Perioden einzusetzen.

Möglichkeiten der Bodenvorbereitung

Angesichts der Herausforderungen durch wechselhafte Witterungsverhältnisse mit Perioden starker Nässe und Trockenheit, ist eine frühe Bodenbearbeitung essentiell. Chemisch-synthetische stoßen hier jedoch an ihre Grenzen, da sie ebenfalls von adäquaten Niederschlagsmengen abhängig sind. Eine fortlaufende und angepasste Nährstoffzufuhr ist daher unerlässlich für die Erzielung optimaler Erträge.

Strategien zur Bodenverbesserung und Bestandspflege

Die Struktur und Tragfähigkeit des Bodens zu erhalten, ist von größter Bedeutung. Dies beinhaltet die Vermeidung von Verdichtungen, die Anpassung des pH-Wertes und die Förderung eines gesunden Bodenlebens. Eine dichte Grasnarbe, unterstützt durch stabile Gräser und Weißklee, verbessert nicht nur die Bodenqualität, sondern auch die Befahrbarkeit des Grünlandes.

Effektive Nutzung von Gülleseparation

Die Gülleseparation bietet eine effiziente Lösung zur Reduzierung des Lagervolumens und ermöglicht eine optimale Nutzung der Flüssigphase. Insbesondere bei trockenen Bedingungen kann die flüssige Düngerform effektiv eingesetzt werden, um die Nährstoffaufnahme der Pflanzen zu unterstützen. Zudem bietet die Kooperation mit eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für die feste Phase der Gülle.

Korrekte Ausbringung und pH-Wert-Optimierung

Die frühzeitige Überprüfung und Anwendung der Gülleausbringungstechnik sind entscheidend, um technische Mängel rechtzeitig zu identifizieren. Zudem ist die Überwachung der pH-Werte durch Bodenproben und gegebenenfalls die Durchführung einer Erhaltungskalkung kritisch für die effiziente Nutzung von Stickstoff und die Vermeidung von Ertragsverlusten.

Handhabung von Pflegeschnitten und Bodenpflege

Pflegeschnitte im Frühjahr sind sorgfältig abzuwägen, da sie den Ertrag des ersten Schnittes beeinflussen können. Strategien wie Schleppen oder können jedoch abgestorbene Pflanzenteile entfernen und die Bestockung fördern, ohne den Ertrag negativ zu beeinträchtigen. Flächen mit Wildschäden oder Maulwurfaktivität profitieren besonders von dieser Pflege.

Nachsaaten strategisch planen

Frühjahrsnachsaaten sind in der Regel nicht empfehlenswert, da Grünlandpflanzen Winterungen sind. Ausnahmen bilden Situationen, in denen offener Boden bedeckt werden muss. Generell sind Nachsaaten ab August erfolgversprechender.

Die Rolle von Rotklee im Grünlandmanagement

Rotklee als Bestandteil des Grünlandes zu nutzen, steigert die Anpassungsfähigkeit und ermöglicht trotz verzögerter Düngung oder Ernte noch gute Proteinerträge. Selbst in Trockenperioden kann Rotklee zufriedenstellende Futtererträge liefern.

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