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EU-Maisernte 2024: Rückgang trotz gestiegener Anbauflächen

Die Europäische Kommission erwartet für das Jahr 2024 einen signifikanten Rückgang der Maisproduktion innerhalb der EU, besonders in den östlichen Mitgliedsländern. Trotz der rückläufigen Zahlen bleibt Frankreich der Spitzenreiter in der Produktion, gefolgt von und Rumänien. Es wird geschätzt, dass die Maisernte in der im kommenden Jahr etwa 58,2 Millionen Tonnen erreichen wird, was einem Minus von 3,3 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr und 8,3 Millionen Tonnen weniger als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre entspricht.

Die ungünstigen Wetterbedingungen spielten eine wesentliche Rolle bei dieser Entwicklung. Während in den westlichen Regionen übermäßige Nässe herrschte, litten der Osten und Südosten unter anhaltender Trockenheit. Trotzdem konnte die Aussaat auf einer Fläche von 8,8 Millionen erfolgen, was eine Steigerung von 6,3% gegenüber dem Vorjahr darstellt. Diese Zunahme ist auf eine geringere für Winterkulturen zurückzuführen.

Zu Saisonbeginn waren die Ernteerwartungen noch optimistisch, mussten jedoch im Verlauf der Wachstumsperiode nach unten korrigiert werden. Frankreich wird voraussichtlich eine überdurchschnittliche Ernte von 14,2 Millionen Tonnen einfahren. Polen und Rumänien folgen mit Erntemengen von 9,7 bzw. 6,8 Millionen Tonnen, wobei die Dürre in Rumänien zu einem deutlichen Ertragsrückgang im Vergleich zu den Vorjahren führte.

Deutschland erwartet mit 4,8 Millionen Tonnen eine überdurchschnittliche Ernte und nimmt damit den sechsten Platz ein, direkt hinter Italien und Ungarn. Besonders überraschend sind die Ernteaussichten für Spanien, das nach einem Dürrejahr nun mit einer Ernte von 3,3 Millionen Tonnen rechnet, einem Anstieg von 12% gegenüber dem Vorjahr, jedoch immer noch unter dem langjährigen Mittel.

Enttäuschende Ernten werden vor allem auf dem Balkan erwartet, wo hohe Temperaturen und geringe Niederschlagsmengen während der Blütezeit die Erträge negativ beeinflussten. In Bulgarien wird ein Rückgang von 44%, in Rumänien und Ungarn von jeweils 22% erwartet. Auch Kroatien, Österreich und Slowenien müssen mit geringeren Ernten rechnen.

Trotz einiger Länder, die mehr Mais produzieren werden, wie Litauen, Dänemark, Schweden, Belgien, die und Luxemburg, sind die zusätzlichen Mengen nicht signifikant. Insgesamt wird für 2024 ein schwieriges Jahr für die Maisproduzenten der EU.

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