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Hochschule Bochum entwickelt in Ghana kombiniertes Energieversorgungssystem

Ein innovatives Projekt in Tema, Ghana, das von der Hochschule Bochum geleitet wird, verspricht eine verbesserte Energieversorgung für das dortige Berufsbildungszentrum Don Bosco Campus. Dieses System integriert moderne Photovoltaik-Technologie, Wasserstoffproduktion und -speicherung sowie Brennstoffzellentechnik, um die unbeständige Stromversorgung zu stabilisieren. Es umfasst eine mit fast 200 Kilowatt Leistung, einen PEM-Elektrolyseur mit 20 Kilowatt Leistung sowie 48 Druckgasflaschen für die Wasserstoffspeicherung und ein Brennstoffzellensystem mit insgesamt 10 Kilowatt Leistung.

Dieses Projekt entstand in Kooperation mit den Unternehmen SFC Energy und Green Power Brains. Es dient nicht nur der Energieversorgung, sondern auch der Sammlung von Daten zur Anpassung des Systems an die anspruchsvollen lokalen Bedingungen wie hohe Temperaturen und Staubbelastung. Ziel ist es, die Effizienz des Systems kontinuierlich zu optimieren und damit Standards für eine globale Anwendung dieser Technologie zu entwickeln.

Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist die Bildungskomponente. Die Anlage soll dazu genutzt werden, Solartechniker praktisch auszubilden sowie Lehrkräfte mit der Technologie vertraut zu machen, um so ihr Wissen weiterzugeben. Diese Schulungen sind für das Frühjahr 2025 geplant und sollen dazu beitragen, eine breitere Anwendung und Akzeptanz der Technologie zu fördern.

Das GH2GH, unter dessen Dach die Anlage entstand, zielt darauf ab, grünen als integralen Bestandteil dezentraler Energiesysteme in Subsahara-Afrika zu etablieren. Es geht darum, die von Wasserstoffsystemen im Energiebereich messbar zu machen und praktikable Richtlinien für ihre Implementierung zu entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium unterstützt und soll demonstrieren, wie dezentrale Energieversorgung mit Wasserstoff die Energieversorgung nachhaltig, langfristig und wirtschaftlich sichern kann.

Laut Semih Severengiz, dem Leiter des Labors für Nachhaltigkeit in der Technik an der Hochschule Bochum, liefert die ständige Datenerhebung und Analyse vor Ort entscheidende Erkenntnisse, die helfen sollen, die Systeme an die spezifischen Bedürfnisse anzupassen. Dabei werden nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Faktoren berücksichtigt.

Das Projekt adressiert ein kritisches Problem vieler ländlicher Regionen in Subsahara-Afrika, wo etwa 600 Millionen Menschen ohne zuverlässige Stromversorgung leben. In Gebieten wie Burkina Faso mit einer Elektrifizierungsrate von nur 14 Prozent und selbst in Ghana, wo 82 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Strom haben, besteht ein dringender Bedarf an unabhängigen Energiequellen. Die Initiative erforscht, inwieweit lokal produzierter, eine tragfähige Lösung bieten kann, insbesondere im Vergleich zu herkömmlichen Batteriespeichern, die ökologische Nachteile mit sich bringen.

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