Anzeige
 

Herausforderungen im deutschen Exportsektor bleiben bestehen

Der Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) weist auf anhaltende Schwierigkeiten im deutschen Export hin. Obwohl die Exportzahlen im Juli eine leichte Besserung erfahren haben, verzeichnet Deutschland bereits den dritten Monat in Folge einen Rückgang bei den Ausfuhren in Nicht-. „Obgleich wir im Juli ein positives Gesamtergebnis erzielen, dürfen wir die wiederholten Rückgänge in Nicht-EU-Märkten nicht übersehen“, warnt Dr. Dirk Jandura, Präsident des BGA.

Dr. Jandura appelliert an die Bundesregierung, aktiv Freihandelsabkommen, insbesondere den Mercosur-Vertrag, voranzutreiben und binnen der nächsten zwölf Monate abzuschließen, um das wirtschaftliche Fundament Deutschlands zu stärken. Er hebt hervor, dass Deutschland im internationalen Vergleich bezüglich Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zurückbleibt und in manchen Bereichen sogar das Schlusslicht bildet. Unternehmen zweifeln zunehmend an der Politik und am Wirtschaftsstandort Deutschland, was sich negativ auf und somit auf technischen Fortschritt und Produktivitätssteigerungen auswirkt. Diese Faktoren sind essentiell, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit die Exportleistung zu steigern.

Der BGA-Präsident fordert von der Regierung, entschlossen und mutig zu agieren, Bürokratie zu reduzieren, Belastungen zu verringern und sich klar für mehr Freihandel einzusetzen. Eine effizientere Abwicklung von Handelsabkommen durch die EU ist ebenfalls entscheidend. Laut den jüngsten Umfragen unter Unternehmen und dem BGA-Klimaindikator ist das Vertrauen in die Wirtschaft weiter gesunken, vor allem die Zukunftserwartungen der Geschäftswelt befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau.

Statistische Daten zeigen, dass die deutschen Exporte im Juli insgesamt um 1,7 % im Vergleich zum Vormonat stiegen, gegenüber dem Vorjahresmonat Juli jedoch um 1,2 % fielen. Bei den Nicht-EU-Staaten ging es sogar um 1,6 % zurück. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen, mit denen der deutsche Exportsektor konfrontiert ist.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Schwankende Weizenimporte: Türkei, Ägypten und China im Fokus

Für die Weizensaison 2025/26 prognostizieren Experten einen außergewöhnlich breiten Importkorridor für die drei Hauptabnehmerländer Türkei, Ägypten und China. Rory Deverell, Autor des...

Rückgang der Weizenpreise auf Euronext erreicht Siebenmonatstief

Am 27. März verzeichneten die Weizenpreise an der Euronext einen signifikanten Rückgang und erreichten mit 218,25 Euro pro Tonne (235,54 US-Dollar) ein...

Steigerung des ukrainischen Getreideexports im März

Im März dieses Jahres hat der Export von ukrainischem Getreide die Marke von 3 Millionen Tonnen überschritten. Bis zum 28. März des...

EU kündigt Vergeltungszölle auf US-Sojabohnen an

Die Europäische Union, nach China der zweitgrößte Importeur von US-Sojabohnen, steht möglicherweise vor einer Neuorientierung ihrer Einkaufspolitik. Die jüngsten Vergeltungszölle der EU...

Getreidepreise unter Druck: Neues Abkommen am Schwarzen Meer

Die Getreidepreise, insbesondere die von Weizen, sind aktuell starken Schwankungen unterworfen. Dies ist vor allem auf das jüngst angekündigte Abkommen zwischen Russland...